italiano english français español
Home Page     Contact us

Die Geschichte

Der Gedanke, eines Tages ein kleines, romantisches Hotel inmitten der Altstadt von Neapel zu eröffnen, geisterte schon seit langem in unseren Köpfen herum. Wir hatten in früheren Jahren immer wieder Gelegenheit gehabt, solch kulturell bedeutende Städte wie Florenz, Siena, Verona, Como, Todi und Gubbio zu bereisen. Dort logierten wir am liebsten in den kleinen, detailverliebten „Charme-Hotels“ in historischen Gebäuden, in denen man die magische Atmosphäre des Ortes förmlich spüren konnte. Schade, dass es so etwas in Neapel nicht gibt, dachten wir uns – und das gab uns Anlass, uns näher mit dem Thema Tourismus in unserer Stadt auseinanderzusetzen. Die meisten Touristen, die nach Neapel kommen, reisen gleich nach Capri oder Ischia oder auf die Sorrentiner Halbinsel weiter. Wer Geld hat, bleibt auch gerne einige Nächte in einem der ebenso eleganten wie kostspieligen Hotels am Lungomare, doch das kann sich eben nicht jedermann erlauben.

Nun begab es sich, dass unsere Mutter – Enkelin des Marquis Nicola Lecaldano Sasso La Terza – gemeinsam mit ihren drei Brüdern jene großzügige Wohnung an der Via Chiaia geerbt hatte, die ihr Großvater gegen Ende des 19. / Anfang des 20. Jahrhunderts bewohnt hatte. Aus dieser Wohnung ein charmantes kleines Hotel zu machen, das war unsere Idee – und unser Enthusiasmus wirkte nicht nur auf unsere Mutter, sondern auch auf unsere Onkels ansteckend, die sich rasch für das Projekt begeistern ließen. Der Familie gehört unser ewiger Dank – alle waren wirklich mehr als großzügig ... Onkel Marcello hat uns seinen Anteil geschenkt, Onkel Lucio den seinen zu einem symbolischen Preis verkauft, und Onkel Manlio hat mit dem Verkauf seines Anteils auch nicht eben ein Geschäft gemacht. Die Idee war nunmehr geboren und nahm auch schnell konkrete Züge an; wir legten dann das bereits ziemlich weit gediehene Projekt dem Ausschuss von „SVILUPPO ITALIA“ zur Prüfung vor, der unsere Planungen ohne wenn und aber guthieß.

Im Laufe des Jahres 2000 ging es dann los: Wir fingen mit den Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten an und trugen gleichzeitig auch aus anderen Häusern und Besitztümern allerhand historisches Mobiliar zusammen, das dereinst dem Stammvater Marquis Nicola gehört hatte. Am 8. August 2001 war es dann soweit: Wir konnten feierlich die Tore unseres Chiaja Hotel de Charme für die Öffentlichkeit aufsperren – und, ehrlich gesagt, das Hotel kam uns bei der Eröffnung wesentlich größer und luxuriöser vor, als wir uns das in der Bauphase jemals hätten vorstellen können.

Unser „Chiaja Hotel de Charme“ hat wahrlich einen Bilderbuchstart hingelegt; es fand von Anfang an Eingang in die prestigeträchtigsten Hotelführer der Welt (siehe die Seite „dicono di noi“ (was man über uns schreibt)) – und der Erfolg wollte glücklicherweise auch nicht nachlassen, was uns natürlich mit Stolz erfüllte. Doch haben wir keineswegs die Absicht, uns auf irgendwelchen Lorbeeren auszuruhen: Vielmehr brachte uns unserer unermüdlicher Pioniergeist dazu, eine zweite, an unser Hotel angrenzende Wohnung zu erwerben, deren ursprünglicher Eingang im Vico Sant’Anna di Palazzo lag, also direkt über der berühmten Pizzeria Brandi. In diesen Räumen befand sich bis 1958 unter dem Namen „La Suprema“ die renommierteste „Casa di Tolleranza“ der Stadt – ja, Sie haben richtig kombiniert: es gab hier seinerzeit ein offiziell anerkanntes Freudenhaus! Bei der Renovierung und Modernisierung haben wir versucht, möglichst viel von jener besonderen Atmosphäre wieder lebendig zu machen, die damals hier geherrscht haben mag.