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Neapel und Umgebung
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Der Vesuv, ein noch aktiver Vulkan, beherrscht mit seinen ca. 1.280 m Höhe majestätisch die Küstenregion des Golfs von Neapel. Er liegt ca. 9 km östlich von der Metropole unmittelbar am Meer und stellt ein nicht wegzudenkendes Stilelement für das klassische Panorama der Golfregion dar. Schon zu Beginn der Geschichtsschreibung gelangte der Vesuv wegen seines verheerenden Ausbruchs im Jahre 79 nach Christi zu trauriger Berühmtheit, als die Städte Pompeij und Herkulaneum (Ercolano) durch Massen von Asche und Lava vollständig zerstört wurden. Der Vesuv ist im Laufe der Jahrhunderte immer wieder ausgebrochen und wird heutzutage als einer der gefährlichsten Vulkane überhaupt angesehen, da er zu urplötzlichen, explosionsartigen Eruptionen neigt. Die Gefährdungslage ist erheblich, wenn man bedenkt, dass in den zahlreichen größeren und kleineren Ortschaften an seinen Abhängen annähernd 1 Million Menschen leben, von der nahegelegenen Metropole Neapel ganz abgesehen. Die entsprechend ihrer Intensität klassifizierbaren Vulkanausbrüche sind von mehreren Explosionsphasen gekennzeichnet, die man als Plinianische Eruptionen bezeichnet. Dieser Fachausdruck leitet sich von Plinius dem Jüngeren her, einem römischen Naturwissenschaftler, der den schrecklichen Vulkanausbruch von 79 n. Chr. anschaulich beschrieben hat, bei dem sein Onkel, Plinius der Ältere, ums Leben kam. Damals war die Eruption so gewaltig, dass Vulkanasche vom Vesuv später nahezu überall in Europa zu Boden rieselte. Der Ascheregen, der auf die kaum minder schrecklichen Ausbrüche von 472 und 1631 folgte, erreichte gar das Hunderte von Kilometer entfernte Konstantinopel, das heutige Istanbul. Die letzte Eruption des Vesuvs ereignete sich 1944; seitdem ist der Vulkan ruhig, jedoch noch längst nicht erloschen. Der Vesuv heute: Rund um den Vesuv wurde ein Nationalpark geschaffen, der den Namen Parco Nazionale del Vesuvio bekam. Der Gipfel des Vulkans ist für Besucher zugänglich: Vom Endpunkt der Schotterstraße aus sind die letzten 200 Höhenmeter auf einem ordentlich befestigten Pfad zu Fuß zurückzulegen, der den Krater umrundet. |






